Montag, 24. Dezember 2012

Ist mir diese Interpretation "Im Winter" von Georg Trakl gelungen?


Question by Aylin: Ist mir diese Interpretation "Im Winter" von Georg Trakl gelungen?
Ist mir diese Interpretation "Im Winter" von Georg Trakl gelungen?
1Der Acker leuchtet weiß und kalt.
2Der Himmel ist einsam und ungeheuer.
3Dohlen kreisen über dem Weiher
4Und Jäger steigen nieder vom Wald.

5Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt.
6Ein Feuerschein huscht aus den Hütten.
7Bisweilen schellt sehr fern ein Schlitten
8Und langsam steigt der graue Mond.

9Ein Wild verblutet sanft am Rain
10Und Raben plätschern in blutigen Gossen.
11Das Rohr bebt gelb und aufgeschossen.
12Frost, Rauch, ein Schritt im leeren Hain








Interpretation Im Winter von Georg Trakl
In Georg Trakls Gedicht „Im Winter“ wird eine Landschaft und die Wirkung des Winters, wie grausam und tödlich er sein kann beschrieben.
Das Gedicht besteht aus 3 Strophen zu je 4 Versen, die im vierhebigen Jambus verfasst und durch den Umarmenden Reim mit wechselnden Kadenzen, beginnend mit einer männlichen, verbunden sind. Das Gedicht ist in 2 Teile zu unterteilen: Der erste Teil umfasst die ersten beiden Strophen. In diesem Teilstück des Gedichtes wird die Landschaft düster beschrieben.Der zweite Teil, welcher die letzte Strophe beinhaltet, beschreibt die ungeheure Brutalität.
Zusammengefasst wird in diesem Gedicht durch Inhalt und Form das Leiden eines Tieres dargestellt, zum anderen wird jedoch hervorgehoben, wie grausam und tödlich der Winter sein kann.
Bereits das gleichmäßige Metrum betont die im Gedicht thematisierte Brutalität der Natur, die im Zentrum der ersten beiden Strophen steht.
Die Anapher zu Beginn des Gedichtes (vgl. V. 1, V. 2) verdeutlicht nicht nur den schönen leuchtenden Acker, welcher metaphorisch gezeigt wird, sondern vielmehr den Himmel, der dunkel und einsam durch Personifizierung beschrieben wird.
Auch diese Anapher im Zentrum des Gedichtes (vgl. V. 5f.) verdeutlicht nicht nur das Schweigen, sondern auch das Bewegen eines Lichtes, welches metaphorisch dargestellt wird. Weiche Alliterationen (vgl. V. 2, V. 5) unterstützen den Eindruck der Grausamkeit, der jedoch ins positive kehrt (vgl. V. 5) und dann wieder negativ auf einen wirkt (vgl. 9).
In dem letzten Vers wird der Wald als frostig, dunstig und leer metaphorisch veranschaulicht. Damit möchte er zum Ausdruck bringen, wie menschenleer der Wald ist.

Fehler, Verbesserungsvorschläge oder Ähnliches??
Vielen Daank


Best answer:

Answer by Henning
Du hast den Raben als Symbol des Todes übersehen.



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2 Kommentare:

  1. Ich weiss nicht wie heute an den Schulen interprätiert wird, aber mir fehlt der 3. Teil komplett, die Einordnug in das Gesamtwerk und den Zeitkontext.

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  2. Nicht nur nicht gelungen, das, was Du geschrieben hast, ist nicht einmal der blasse Abglanz einer Interpretation.
    - Wer oder was ist das "Wild"? - Warum verblutet es "sanft"? (Welches Stilmittel ist "sanft verbluten"?)
    - Welche Bedeutung hat der Mond? Dazu gehört auch: Warum ist er grau?
    - Welche Bedeutung haben die Raben? Und warum plätschern sie in blutigen Gossen? Welches Stilmittel ist hier "plätschern"? Und wo finden sich "Gossen", etwa wirklich im Wald, wo ja der Großteil der Handlung erzählt wird?

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