Mittwoch, 26. Dezember 2012

Q&A: Warum wird eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit älterer Menschen in D als Diskriminisierung angesehen?

Question by Janet M: Warum wird eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit älterer Menschen in D als Diskriminisierung angesehen?
Ist in einigen Nachbarländern Normalität, nur in D tut man sich schwer.
Es ist doch natürlich, dass einige Sinne im Alter nachlassen.
Wer gut drauf ist, hat doch vor einem solchen Test nichts zu befürchten.
Alle anderen schützt man doch eher damit, und andere Verkehrsteilnehmer.


Best answer:

Answer by wolf
ich verstehe das auch nicht wirklich warum es da überhaupt Diskussionen gibt, beim LKW-Schein ist es völlig normal das ab 50 alle 5Jahre die Fahrtauglichkeit überprüft wird, da regt sich auch kein Rentner drüber auf...

@Greco
"da in deutschland der Führerschein (bislang) auf Lebenszeit ausgestellt wird."

...das stimmt so nicht, bzw. trifft nur auf den PKW/Motorrad-Schein (B/BE/A1/A) zu. Alles was darüber hinaus geht wird nur noch befristet bis zum 50.Lebensjahr ausgestellt, danach muss man (durch ärztliche Untersuchung + Sehtest) seine Tauglichkeit nachweisen, sonst verfällt die Fahrerlaubnis...



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6 Kommentare:

  1. Es ist einfach deutsche Mentalität.
    Es sollen zwar alle für alles bestraft werden,
    aber selber braucht man keine Regeln zu befolgen.......

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  2. Das stimmt so weit schon alles, was du da sagst, nur ist das Problem, dass die Unfallquote bei jüngeren, sprich Jugendlichen noch um einiges höher ist und sie sich nicht solchen Überprüfungen unterziehen müssen, wenn sie erst mal ihren Führerschein haben.Das ist im Vergleich schon ungerecht und persönlich sehe ich darin das Problem der ganzen Angelegenheit.

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  3. dier argumentation ist folgende:

    grundsätzlich gilt, dass jeder Inhaber einer Fahrerlaubnis der Führung eines Fahrzeuges als tauglich anzusehen ist, sofern sich nicht gegenteillige Anzeichen ergeben.

    Ein altersabhängiger tauglichkeitstest würde demnach unterstellen, dass jeder, der ein gewisses alter erreicht hat, als grundsätzlich untauglich gilt, das gegenteil jedoch in Form eines tests unter Beweis stellen kann.

    Dies kann als ungerechtfertigte ungleichbehandlung gewertet werden, da in deutschland der Führerschein (bislang) auf Lebenszeit ausgestellt wird.

    Der Gesetzgeber wird das aber für die folgenden generationen mit dem auf 15? jahre befristeten Führerschein lösen, welcher eine Fahrtauglichkeit nur für einen befristeten Zeitraum attestiert, nach welchem dann JEDER seine tauglichkeit erneut unter beweis stellen muss, und nicht lediglich eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.

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  4. Irgendwie interessant.
    Denn bei der deutschen Pilotenlizenz, ob jetzt Segelflieger oder Motorflieger oder Strahltriebwerke, muss man pro Jahr eine bestimmte Anzahl von Flugstunden nachweisen und Überprüfungen der körperlichen Beschaffenheit über sich ergehen lassen.
    Wenn diese Regeln nicht erfüllt werden, ist der Pilotenschein weg.

    Es ist schon eine Gewissensfrage, wenn ich sehe, das ein älterer Mann bezogen auf Kreislaufprobleme im Supermarkt umfällt, sich dann aber wieder "berappelt", an der Kasse bezahlt und danach in sein Auto einsteigt und losfährt.

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  5. Wer unsicher Fährt, aus welchen Gründen auch immer,
    wird ohnehin auffällig und vom System erkannt.

    Es ist schon erschreckend dämlich,
    dass unsere Kontrollfreaks versuchen zu regulieren,
    ob jemand, der bis zum 65. oder gar 70. Lebensjahr Vollzeit Arbeiten muss,
    ohne fremde Hilfe zu seiner Arbeitsstelle kommen darf.

    Denn die Erwerbsunfähigkeit wegen fehlender Fahrerlaubnis stockt nicht die Rente auf.
    (Das ist bei Piloten und Berufskraftfahrern möglicherweise anders)

    Oder haben die Schlauberger auch dafür eine Regelung??

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  6. Ganz einfach: Weil es ganz objektiv und unbestreitbar eine Diskriminierung ist.

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