Mir ist in Deutschland kein Wort bekannt, bei dem nur ein Q (ohne u) vorkommt. Aber warum ist das so? Wenn ich das Alphabeth spreche, sage ich ja schon Q und spreche es aus wie Qu. Im Gesprochenen Wort, zum Beispiel Qualle oder Quelle, wird das u ja schon beim Buchstaben Q gesprochen, aber warum muss man noch ein u schreiben?
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Answer by Zorro Cyan
qerze aus bienenwachs, quark aus milchprodukten. qeine ahnung ehrlich gesagt, aber die oeconomische encyclopädie weiss warum:
"Q, der 17te Buchstab des deutschen Alphabets, und der 13te unter den Consonanten, welcher dem k in seinem Laute völlig gleich ist, nur daß er allemahl ein w nach sich hat, welches in diesem Falle aber durch ein u ausgedrückt wird. Qual, quer, Quitte, wie Kwal, kwer, Kwitte.
Die Lateiner, welche in ihrem Alphabet weder ein k noch ein w hatten, drückten das kw durch qu aus, und als die Deutschen das lat. Alphabet annahmen, so behielten sie diesen Ausdruck bey, ungeachtet sie sehr frühe auch das k aus dem Griechischen entlehnten, und nach und nach auch das w, welches sie anfänglich durch ein uu ausdrückten, einführten. Das lat. Q ist allem Ansehen nach ein Ueberbleibsel des phönizischen und hebräischen ק Kuf, oder vielmehr richtiger Quf, welches schon seinen Blaselaut bey sich führte, welchen die Lateiner zum Ueberflusse noch besonders ausdrückten, QV, und in der kleinern Schrift qu; da sie gar füglich auch qe, qia, qot hätten schreiben, und den= noch kwe, kwia, kwot, sprechen können. Doch ist es möglich, daß die Römer das quo in manchen Fällen eben so ausgesprochen haben, als co, denn Cicero macht unter andern ein Wortspiel, und antwortete seinem Koche, der ihm guten Morgen <119, 200> sagte: Salve tu quoque, wo es mit Coque als gleichlautend angegeben wird, also beydes vielleicht Koke ausgesprochen wurde.
Man hat ehedem gestritten, ob der Buchstab, welcher dem Q folgt, der Selbstlaut u oder der Mitlaut v sey. Gottsched behauptete das erste, und einige seiner Gegner das letzte. Beyde Theile hatten aber unrecht; denn der Aussprache nach ist es ein w, obgleich die Figur theils nach dem Vorgange der älteren Lateiner, welche das v und w in der kleinen Schrift durch u ausdrückten, theils aber auch der ältern Deutschen, welche statt des w ein doppeltes u schrieben, ein u ist.
Im Deutschen findet sich das qu, oder wie wir auf einen Augenblick um der Deutlichkeit willen schreiben wollen, kw, nur zu Anfange der Wörter, und wenn man dem Ursprunge dieser Wörter nachgeht, so wird man mehrmahls finden, daß einer von beyden Buchstaben ein müßiger oder höchstens verstärkender Vorschlag ist, ob es gleich auch Fälle gibt, wo das kw wesentlich ist, weil es zur genauen Bezeichnung des Schalles unentbehrlich ist, wie in querschen, quietschen etc. In andern hingegen muß man entweder das k oder das w wegwerfen, wenn man auf den wahren Ursprung des Worts kommen will; theils weil manche Mundarten dem l, r und w überaus gern einen Hauch= oder Gaumenlaut vorsetzen, wie Hhludovicus, hwer, hwas, theils aber auch, weil in andern Mundarten der Gaumenlaut gern einen Blaselaut nach sich hat. So sind das Lat. quartus und unser vierte sehr genau mit einander verwandt, indem jenes blos das k oder q vor den Blaselaut gesetzt hat. So auch qualis und welcher, quis, quem, quod, <119, 201> und wer, wem, was, Nieders. wat, ehedem hwat, quando und wenn, ehedem hwanne, und andere mehr. Für Qualm sagen die Holländer nur Walm, und quabbeln ist von wabbeln gebildet."
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http://de.wikipedia.org/wiki/Q
AntwortenLöschenDas ist eine sehr laaange Geschichte