Montag, 24. Dezember 2012

Wieso lebt die Legende vom bösen Winter 1941 bis zum heutigen tag?


Question by leseratte: Wieso lebt die Legende vom bösen Winter 1941 bis zum heutigen tag?
1) Man tut so, als ob die Sowjetunion sonst GANZ SICHER verloren hätte.
2) Die Wehrmacht wurde schon vorher in der Kesselschlacht um Smolensk im SOMMER 1941 aufgehalten.
3) Nicht alles lief nach Plan z.B. Odessa, Leningrad, Murmansk usw.
4) Es gab auch ANDERE GRÜNDE. z.B. erbitterter Widerstand der Sowjets + qualitative Unterschätzung der Roten Armee + schnelle Evakuierung der Industrie nach Osten


Best answer:

Answer by durin_hr
Es gibt vieles von der damaligen Propaganda, das sich bis heute in den Köpfen festgesetzt hat.

Wenn man lange genug immer wieder dasselbe hört und andere Informationen so gut wie nicht publiziert werden, kann auch der gesunde Menschenverstand mal schwach werden.
Wenn der Menschenverstand schon schwer am Wunschdenken erkrankt ist, dann hat er kaum noch eine Chance.



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5 Kommentare:

  1. Es gab viele Gründe,aber auch, das ist erwiesen der Winter war sehr kalt, aber der Winter hat nur den Rest besorgt, der GröFaZ
    (GRösste Feldherr Aller Zeiten) hatte keine Ahnung (wenn er gehabt hätte mag ich mir nicht ausdenken)
    Ich bin froh, daß diese Verbrecherbande umgekommen ist, ich weine bei Dokus über KZs (ehrlich!) .
    Ich bin all denen Dankbar, die mich als deutschen Menschen nicht automatisch mit der Zeit in Verbindung bringen!

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  2. Tradition? Die Legende datiert ja bereits auf Napoleons Russlandfeldzug zurück, den er auch GANZ SICHER gewonnen hätte, wenn nicht...

    Für den Nationalstolz ist es ja ganz sicher besser, die Niederlage auf "höhere Gewalt" zu schieben, anstatt zuzugeben, dass das ein aberwitziges Unternehmen und der Gegner ganz einfach überlegen war.

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  3. Legenden sind hartnäckig auch wenn sie nicht stimmen. Ist halt so. . .

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  4. Ich las das Buch der wahren Geschichte des französischen Antifaschisten Lafitte
    "Die Lebenden",der als Häftling in den KZ's Mauthausen und Ebensee inhaftiert war.
    Er schrieb, dass alle Häftlinge jubelten, als Hitlerdeutschland die Sowjetunion überfiel.
    Sie sagten: "Das ist der Anfang vom Ende"
    keiner allerdings konnte sich damals vorstellen, dass es noch solange dauern würde.

    Fakt ist aber auch, dass sich Churchill und Roosevelt 1941 nach der Invasion auf dem Kriegsschiff "Prince of Wales" vor der Nordküste der USA trafen, um die Atlantikcharta zu gründen, die darauf zielte, der Sowjetunion Hilfsgüter zu senden und sie gegen den Kampf zu unterstützen.
    Nur so war es der Sowjetunion möglich, die Industrie so schnell hinter den Ural zu verlegen
    Stalin hatte einen Nichtangriffspakt mit Hitler geschlossen und war überhaupt nicht auf einen Angriff vorbereitet.
    Außerdem kam ihm die Teilung Polens sehr gelegen.
    Sicher hatte die Sowjetarmee auch um Smolensk durch ihre Ausbruchsversuche einen Erfolg zu verbuchen, aber damit allein gewinnt man keinen Krieg.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kesselschlacht_bei_Smolensk

    Im II. Weltkrieg hat die Sowjetarmee ohne Frage Außerordentliches geleistet, aber in einem Krieg geht nie etwas völlig nach Plan.
    Es gibt immer Situationen, die dem einen schaden und dem anderen nutzen.
    Ohne die Verbündeten hätte es Stalin mit seiner Armee vielleicht allein geschafft, aber die Geschichte ist nun mal so wie sie ist.
    Und Stalin war auch ein Diktator, den Lenin nie als Staatschef und Nachfolger haben wollte.
    Lies mal das Buch "Wolf unter Wölfen".
    Stalin inhaftierte und ließ nicht nur seine Gegner töten, sondern auch viele Kommunisten.

    Für Interessierte empfehle ich einen Besuch im Schloss Cecilienhof in Potsdam.
    In diesem Schloss, in dem die Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2, August stattfand, kann man die Geschichte, wie sie wirklich war, nachvollziehen.

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  5. weil´s so kalt war..........und keine Thermo-Unterwäsche.....

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