Montag, 24. Dezember 2012

Wieso lebt die Legende vom "kriegsentscheidenden" D-Day noch heute?


Question by leseratte: Wieso lebt die Legende vom "kriegsentscheidenden" D-Day noch heute?
1) ZUGLEICH gab es zwei GEWALTIGERE sow. Offensiven: Bagration und die Lwiw-Sandomierz.
2) noch WÄHREND des d-days wurde die Jassy-Kischinew Operation gestartet.
3) Man tut gerne so, als ob ohne diese Landung Stalin verloren bzw. nicht hätte gewinnen können.
4) deutsche Truppen im Osten waren viel STÄRKER als ihre Collegen im Westen
5) der Krieg im Westen war im Vergleich zu der Ostfront ein Kinderspiel.
6) Vorher gab es auch Schlachten, die GEWALTIGER waren Schlacht am Dnepr, Dnepr-Karpaten Operation
7) Diese Landung ist viel berühmter als alle Schlachten im Osten zusammen.
8) größte amphibische Operation aller Zeiten ist kein Grund. Bagration war die schlimmste deutsche Niederlage aller Zeiten. Anfang vom Ende ist auch kein Grund. So kann man auch Bagration + Lwiw bezeichnen.
@ Paradox?
stimmt, aber am Anfang war die Rote Armee noch sehr schwach. Sie wurde immer stärker und stärker. Die Ostfront war für die Westmächte eine viel wichtigere Entlastung.


Best answer:

Answer by auf ein neues
bravo,leseratte,lies weiter



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6 Kommentare:

  1. und Hannibal ging über die Alpen.......

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  2. Soweit alles richtig, allerdings darfst du dabei nicht übersehen, dass die sowjetischen Truppen vier Jahre für den gleichen Weg brauchten, den die Wehrmacht in wenigen Monaten zurückgelegt hat. Die (viel zu späte) Eröffnung einer Westfront durch die Landung in der Normandie, war also durchaus eine den Krieg verkürzende Entlastung für die Russen.
    Auf der anderen Seite musst du natürlich bedenken, dass historische Ereignisse immer auch aus der Sicht der jeweiligen Sieger dargestellt wurden, es ist also naheliegend, dass im ehemalig britisch/amerikanisch besetzten Westen der D-Day eine weit größere Bedeutung zugesprochen bekam, als das im Osten der Fall war, wo die Westfront eher als Nebenkriegsschauplatz betrachtet wurde. Diese Sichtweise lässt sich auch wunderbar auf den antifaschistischen Widerstand in Deutschland selbst anwenden, im Westen bestand der Widerstand jahrzehntelang im Grunde fast ausschließlich aus Stauffenberg und dem Kreisauer Kreis, im Osten fast ausschließlich aus heroischen Kommunisten.

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  3. Stimme paradox zu hat einfach was mit der westlichen Lebenseinstellung zu tun!
    Vllt sollte man auch bedenken, dass die Landung in der Normandie zumindest die größte und umfangreichste Invasion in der Geschichte der gesamten Menschheit war, deswegen besitzt sie wirklich einen gewissen Stellenwert.

    Das Deutschland den Krieg verliert war schon seit der Niederlage von Stalingrad gewiss, nur durch die Eröffnung der Westfront ging die Befreiung Europas wirklich schneller, wenn man mal bedenkt wie weit die Allierten gekommen sind.
    Es stimmt schon das ca. 70% der militärischen Stärke Deutschlands im Osten eingesetzt wurden aber die Westfront ist nunmal für den Westen bedeutender.

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  4. Hätte man nicht über Frankreich Europa eingenommen hätten Hitlers Armeen nicht wirklich gegen zwei Megafronten kämpfen müssen und hätte daher massig Nachschubarmeen für den Osten gehabt. Das der Krieg im Osten ein Kinderspiel war stimmt nicht, denn die Wehrmacht befand sich zu guterletzt sogar im Rückzug aufgrund der Probleme Von einer stärkeren deutschen Front kann also keine Rede sein.

    "der Krieg im Westen war im Vergleich zu der Ostfront ein Kinderspiel."
    In Anbetracht des Wahnsinns über den Atlantik mitten auf das Feld ohne große Schutzmöglichkeit zu schippern kann man auch das als Unsinn ansehen. Die haben sich quasi abschlachten lassen, in der Hoffnung viele Panzer aufs Festland kommen. Ein Selbstmord-Manouver mit wenig Aussicht auf Erfolg - und gepackt wurde es dennoch. Denk mal dran wieviele im Osten erfroren sind...

    "Aber schon nach den ersten siegreichen Schlachten hatte die Wehrmacht an der Ostfront mehr Verluste zu beklagen, als im gesamten Kriegsverlauf zuvor"

    http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsverlauf/ostfront/

    Hitler hatte nichtmal an Handschuhe & Winter gedacht.

    Auf die anderen Schlachten mit ihren sehr großen Verlusten braucht man im Sinne eines militärischen Mißerfolgs nicht eingehen (Nachschubprobleme ect), denn erfolgreich ist der der am meisten hat und am wenigsten Verluste zu beklagen hat und am effizientesten handelt. Auf Teufel heraus Soldaten und Material zu verheizen war als ursprünglich eine deutsche Idee - bei einem stark geschwächten Kriegsgegner ist diese übernommende Taktik dann aber ebenso fatal (so auch geschehen) und mit den verschiedenen Fronten schwer zu koordinieren. Kriegsentscheidend waren aber die Aktionen von beiden Seiten, nicht nur der D-Day allein.

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  5. Weil es die amerikanischen Besatzer so wollten. Beim D-Day war doch der Krieg in Wirklichkeit längst entschieden. Die große Wende war in Stalingrad. Die Amis geben nun mal nicht gerne zu, dass es eigentlich darum ging noch etwas von Europa abzubekommen und nicht alles den Russen zu überlassen.

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