Montag, 24. Dezember 2012

Wieso sind deutsche Geschichtsbücher so stark anglo-amerikanisiert?


Question by leseratte: Wieso sind deutsche Geschichtsbücher so stark anglo-amerikanisiert?
In meinem neuen Buch "Geschichte in der Gegenwart" (Peter Schade + Hans-Joachim Stark) ISBN 3-441-00145-1 steht Folgendes:

"Die grössten Menschenopfer brachte die SU mit fast 14 Mio. toten Soldaten..." Hallo? Nach neuesten Forschungen waren es lediglich 8.6 Mio. (Kriwoscheew)

Es gibt KEIN einziges Wort über die Schlacht am Kursken Bogen (Unternehmen Zitadelle).

Folgende Operationen werden aber erwähnt: Husky, Besetzung von Rom, D-Day, Ardenneoffensive.

"Im Januar 1945 traten die Anglo-Amerikaner zu ihrer Offensive gegen das Ruhrgebiet an, und die sow. Grossverbände überquerten Weichsel und Oder..." Hallo? Zu diesem Zeitpunkt standen 214 deutsche Divisionen im Osten und lediglich 60 im Westen. Auserdem waren diese Divisionen viel schwächer als diese 214.

Am 8. Mai hat Deutschland kapituliert. Ja, aber auch am 9. Mai und es wird nicht erwähnt.

Und das ist die sogenannte gymnasiale Oberstufe!


Best answer:

Answer by Perro
Bücher, auch die Bücher von mir, geben irgendwo immer die eingeschränkte Sicht des Autors wieder. Willst Du umfassend informiert sein, so musst Du Dir über ein Themengebiet ca. 4-10 Bücher verschiedener Autoren anschaffen und lesen. Nur dann wirst Du das bekommen, was Du erwartest und verschiedene Sichtweisen kennenlernen und eine Vielfalt an Informationen.

Ein einziges Fachbuch zu einem Thema, ist immer irgendwie unzureichend, da nehme ich meine Bücher nicht aus!



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